Tarifstreit… wie weiter

Wie weiter im Tarifstreit der PhysioSwiss?  Auf der Homepage der PhysioSwiss (deutsch) findet man weiterhin keine Informationen, der normale Leser findet keine Anhaltspunkte. Man muss sich anmelden und Physiotherapeut sein, um lesen zu können was die Anliegen der Physiotherapie sind. Schade, will man sich nicht artikulieren mit den Patienten?

Schade, war doch gerade im September der Physiobus eine gute Sache und hat viele Menschen sensibilisiert zum Thema Tarife der Physiotherapeuten und der wichtigen Arbeit der inzwischen 8000 Physiotherapeuten in der Schweiz.

Die uns angeschlossenen Center rechnen nun aber (fast) alle wieder mit den Kassen zum alten Tarif ab. Einige geben die Rechnungen neu dem Patienten mit, aber mit dem alten Tarif. War dies das Ziel?

Die Physioparty 2011 vom 8. Oktober  im Bierhübeli war für die Teilnehmenden ein grosser Spass und für die Macher ein Erfolg. Info bei Physio-Bern >>>. Der Tenor auch hier, man soll informieren, in Blogs und Foren Stellung beziehen. Die Öffentlichkeit nicht scheuen.

Wer sich wirklich mal informieren möchte und gooogelt, wie es um den Tarif steht ist auf der Seite des Willisauer-Bote (???)  mit einem Beitrag vom Juli 2011  abgespeist. Gerade dieser alte Artikel zeigt wie dumm es ist, wenn man den Bürger nicht informiert. Hier wird die ganze Aktion der PhysioSwiss nicht eben als durchdacht dargestellt.

Noch schlimmer berichtet ein „Super-Informierter“  in der BAZ , dass der Therapeut bereits heute auf einen Stundenlohn von über 90 Franken kommen kann. Bei 9 Stunden, also einem normalen Arbeitstag und 20 von diesen im Monat sei dies ein Verdienst von über 16’000  oder im Jahr fast 200’000 Franken und so rund 40% mehr als seine deutschen Kameraden verdienen. Die Ausbildung vergleicht er dann mit dem gleichen Aufwand wie die eines Automechanikers der aber nicht mal 40% davon verdient. Auch sei es Sache des Therapeuten, wenn es seine „Praxis“ nicht voll kriege. Eine Autowerkstatt erhalte die Kunden auch nicht vom Bund zugesprochen. Wenn Interessierte solches Lesen….! Weiter weiss er zu berichten, wir fragen uns woher, dass die halbe Stunde eh gekürzt wird um in dieser den administrativen Aufwand abzuwickeln. Und da soll der Schweizer verstehen, warum 10 bis 20% mehr Lohn berechtigt ist?

Auch auf die Gefahr hin, dass uns die PhysioSwiss nun ans schwarze Brett nagelt, etwas gutes hatte diese Aktion. Es zeigt uns wie man eine Solche nicht machen soll. Ein Tarif-Streit der schlussendlich auf dem Buggel des Patienten ausgetragen wird, ist in der jetzigen Zeit sicher die schlechteste Lösung.

Gewinner ist im Augenblick der einst kleine Verband ASPI, der sich bereits dem alten Tarif gefügt hat (Juli/11) und mit der tarifsuisse ag einen neuen Vertrag zu den alten Konditionen unterschrieben hat. Immer mehr Praxen gehen dazu über, die alten Tarife zu akzeptieren. Die Patienten danken es.

Therapeuten die sich dem Vertrag anschliessen wollen und nicht Mitglied der ASPI sind können dies direkt bei der Tochter der Santésuisse hier erledigen

***Dieser Kommentar widerspiegelt die Meinung des Autors und nicht die des SwissChiroPools

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